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Startups: Das erste eigene Büro

Startups: Das erste eigene Büro

VonMarc Wegerhoff

Lange wurde fleißig im Coworking-Space oder im Home-Office gearbeitet, nun erfüllt sich der Traum vom lang ersehnten ersten eigenen Büro endlich. Doch worauf sollten Gründer unbedingt achten und wie gehen Startups die Suche nach dem Traum-Arbeitsplatz am effizientesten an?

Wie bei vielen Entscheidungen im Leben erweist sich die Erstellung einer Liste als ausgesprochen hilfreich. Das eigene Büro drückt die Kultur und die wichtigsten Werte des Unternehmens aus – es fungiert als Herz einer jeden Institution. Genau deshalb spiegeln die vier Business-Wände im Idealfall zentrale Aspekte wider. Es ist ratsam, Philosophie, Ideen und Ziele in den Interior-Stil miteinfliessen zu lassen. So begeistert man bereits beim ersten Eindruck durch Außendarstellung. Um einen Überblick auf das Gesuchte zu bekommen, legen Gründer eine Aufzählung mit Prioritäten und verzichtbare Variablen an. Auf diese Weise fällt es um einiges leichter, das Netz gezielt nach dem passenden Objekt zu durchforsten. Folgende Dinge sind wichtig für die strukturierte Planung:

1. Die Größe

Abhängig davon, wie sich dein Projekt in Zukunft (wahrscheinlich) entwickeln wird und wie hoch die Anzahl deiner Mitarbeiter beim Einzug ins Büro ist, fällt die benötigte Raumgröße aus. Ein beherzenswerter Tipp ist, sich nicht zu großzügig, aber auch nicht allzu geizig zu zeigen. Kleine Kreise von Beschäftigten benötigen also kein riesiges Großraumbüro, jedoch sollte eine gewisse körperliche und mentale Freiheit gegeben sein. Für einen ausgezeichneten Workflow ist genügend Privatsphäre am Arbeitsplatz essenziell.

Junge Konzerne messen Nischen, Räume und kleinste Ecken akkurat aus, um Arbeitsflächen optimal nutzen zu können. Welches Team in Zukunft wo sitzt, welche Tischgrößen und Sessel am besten passen und wie viele Menschen überhaupt ohne Probleme Raum im Büro haben, lässt sich so im Voraus errechnen.

2.Die Lage

Wenngleich eine Immobilie mit Aufteilung und Einrichtung optisch überzeugt, dürfen Startups keineswegs den betrachtlichen Aspekt der Lage vernachlässigen. Objekte im Zentrum sind außer attraktiv vor allem eins: kostspielig. Die Devise ist, ein gutes Mittelmaß zu finden und auf die Umgebung des neuen Büros zu achten. Innovative, kreative Firmen ernten in konservativer Location eventuell fragwürdige Blicke. Der individuelle Charakter des Betriebs sollte unbedingt beherzigt werden. Vorab zu beachten ist:

  • Mögliche Störfaktoren/Lärmquellen
  • Bestmögliche Infrastruktur

In der Trickkiste für nicht ganz so Finanzstarke finden Gründer etwa das Mieten von Räumlichkeiten, die bis zum tatsächlichen Verkauf untervermietet werden. Des Weiteren sind Tauschbörsen und Second-Hand-Waren einerseits umweltfreundlich, andererseits ebenfalls freundlich zur Geldbörse.

3. Die Einrichtung

Startups steigern die Mitarbeiterproduktivität und -zufriedenheit mit einer durchdachten Konzipierung. Wer hochwertig einrichtet, profitiert nicht nur von ergonomischen Gründen. Das Büro symbolisiert den Geist eines Unternehmens. Nachweislich beeinflusst die Arbeitsumgebung das Empfinden der Belegschaft. Achten Betriebe auf eine individuelle Einrichtung, vermitteln sie so Motivations- und Wohlfühlimpulse. Viele setzen im Bereich Interior auf eine angenehme Farbzusammenstellung sowie Pflanzen. Ein gemütlicher Küchen- oder Aufenthaltsraum gilt als unverzichtbar, sodass Fleißige die Auszeit zu Mittag in entspanntem Ambiente verbringen können. Darüber hinaus dürfen junge Firmen natürlich auch nicht den Aspekt von außen verachten: Besucher merken sich gerne professionell eingerichtete Offices – ein Pluspunkt für die Weiterentwicklung des Geschäftes.

Außerdem relevant für die Einrichtung des Büros:

  • Himmelsausrichtung und Lichtverhältnisse: Bieten die Räumlichkeiten tagsüber ausreichend natürliches Licht? Und wo sind Lampen und Jalousien anzubringen?
  • Kommunikation und Workflow: Dank einer smarten Gestaltung von Kommunikation versammeln sich nur ausgewählte Beschäftigte einer Institution zu etwaigen Konferenzen. Aufgrund von diesen Team-Beziehungen entscheiden Gründer über die Sitzordnung und Höhe an Meetingräumen.
  • Elektronik: Um Kabelsalat effizient zu verhindern, werfen junge Konzerne bei der Planung des Büros ein Auge auf die Lage diverser Elektroinstallationen.
  • Externer Besuch: Bei Meetings mit Geschäftspartnern oder anderen Besuchern ist es von großer Bedeutung, geeigneten Platz zur Verfügung zu haben. Hier darf man sich gerne kreativ ausleben.

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