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Patreon- der Patron der kreativen Köpfe

Patreon- der Patron der kreativen Köpfe

VonMarc Wegerhoff

Viele kreative Köpfe tummeln sich im Netz, unterhalten mit tollem Content, können aber nicht davon leben. Eine Chance bietet sich bei Patreon.

Worum handelt es sich bei Patreon?

Patreon ist ein sogenannter Social-Payment-Service-Anbieter. Damit kann man freiwillig meist immaterielle Güter aus dem Web finanziell unterstützen.
Gegründet wurde das Unternehmen 2013 von Jack Conte in San Francisco.
Während bei Crowdfunding-Plattformen, wie Kickstarter Großprojekte mit einem einmaligen Betrag finanziert werden können, richtet sich die Patreon an Kreative und Künstler, die regelmäßig für ihre Inhalte bezahlt werden möchten.
Sobald man ein Profil bei Patreon angelegt hat, gibt man an, welche Inhalte man bietet und kann um Spenden bitten. Entweder wünscht man sich, monatlich unterstützt zu werden oder pro Projekt, wie einem Video, Podcast, Blog oder Song. Danach bietet man unterschiedliche Reward-Stufen an, ab einen Dollar aufwärts.

Patreon behält von den Zahlungen der Patrone an die Künstler 5 bis 12 % Provision ein. So bleiben dem Kreativen im Durchschnitt 90 % der Einnahmen für sich selbst.

Für wen ist Patreon geeignet?

In Prinzip an jeden, der kreativ ist, also etwas erschafft. Das kann der Musiker sein, genauso wie der Blogger oder Comiczeichner. Wichtig ist, dass man dem Publikum regelmäßig Content bieten kann. Allerdings gibt es einen kleinen Haken. Man sollte bereits eine kleine Fanbase besitzen. Wenn man niemanden hat, der einen kennt und schätzt, wird man nicht gefunden werden. Patreon kann da auch keine Wunder vollbringen.

Und was ist zu tun, um bei Patreon erfolgreich zu sein?

Zunächst einmal sollte man vernünftige Reward-Stufen anbieten. Die wenigsten Fans sind bereit, zweistellige Beträge zu geben. Ihnen sollte die Möglichkeit geboten werden auch einen kleinen Beitrag, wie etwa 1-5 Dollar zu leisten. Allerdings macht es Sinn, auch 1-2 höhere Stufen festzulegen. Natürlich muss ein kleines Dankeschön für die Patrone drin sein. Sie sind nun die VIP’s unter den Zuschauern und Konsumenten. Das kann zunächst einmal die Möglichkeit sein, Inhalte vorab zu sehen. Ebenfalls sollte man den großzügigsten Spendern exklusive Inhalte vorbehalten, wie einen Song oder Podcast, je nachdem, was man anbietet.

Darüber hinaus sollte man eine gewisse Einzigartigkeit bieten, die nicht bei jedem Konkurrenten zu finden ist. Wenn man nun ein Gamer ist, der ein Video zu seinem Lieblingsspiel bringt, reizt das wohl die wenigsten Zuschauer, dafür auch noch zu spenden. Wenn man dagegen beispielsweise Tipps zu Strategien humorvoll aufbereitet, bekommt man mehr Aufmerksamkeit. Es lohnt sich also, über den Tellerrand hinaus zu blicken.

Über Patreon kann man Meilensteine festlegen. So verspricht man beispielsweise ein Bild oder Song zusätzlich, wenn 200 Dollar zusammengekommen sind. Diese Meilensteine wollen wohl überlegt sein. Sie müssen attraktiv gestaltet werden und Begehren wecken. Außerdem sollte man sich regelmäßig die Mühe machen, sie neu zu definieren.
Zu guter Letzt sollte man sein Patreon-Profil regelmäßig bewerben. Nur keine falsche Bescheidenheit. Wenn die Leute nicht wissen, dass sie spenden können, werden sie das auch nicht tun.

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